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01.10.2014

Volles Programm im September

Die Wochenenden im September waren ziemlich ausgebucht. Nach dem Switzerland Marathon light in Sarnen ging es eine knappe Woche später weiter mit der Jungfrau-Meile in Interlaken. Noch nicht wieder richtig im Schuss nach der Saisonpause litt ich mich über die kurzen 1609 Meter zu Rang 13 bei den Männern (9. Schweizer).

Wieder eine Woche später war ich Tempomacher am Greifenseelauf in Uster über die Halbmarathondistanz. Weil der Pacemaker auf die Zeit von 1:25 kurzfristig ausfiel, sprang ich ein und absolvierte sozusagen ein Training unter Wettkampfbedingungen. Nur hiess es für einmal nicht ans Limit zu gehen, sondern so genau wie möglich die vorgegebene Zeit einzuhalten, was mir mit 1:25,04 gut gelang.

Das letzte Wochenende im September stand dann ganz im Zeichen des Sponsoren- und Gönnerapéros in meiner WG in Bern. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an meine Sponsoren und Gönner sowie an meinen Verein TSV Düdingen für die tolle Unterstützung während des ganzen Jahres.

Hier noch das wahrscheinlich schlimmste Foto des ganzen Jahres („Merci“ an athletix.ch für die Aufnahme an der Jungfrau-Meile)! ;-)


08.09.2014

Gelungene erste Belastung beim Abschied von Vik

Nach dem die tolle Leichtathletik-EM in Zürich und eine zusätzliche Woche Ferien vorbei waren, durfte ich endlich wieder meine Laufschuhe schnüren. Wobei die ersten Dauerläufe nach zweieinhalb Wochen ohne Laufen eher Qual als Freude waren. Doch mit jedem Training mehr in den Beinen fühlte sich der Körper wieder weniger eingerostet an. So entschied ich mich, nach der Anfrage von Isostar, mein erstes Belastungstraining nicht irgendwo alleine im Wald oder an der Aare zu absolvieren, sondern am 1. Switzerland Marathon light in Sarnen über die 10 Kilometer Strecke zu starten. Dadurch wurde ich nicht nur ein Teil von Viktor Röthlins grosser Abschiedsparty, sondern konnte auch gegen den Skilanglauf-Olympiasieger Dario Cologna antreten. Dieser hielt sich sehr gut und verlor nur eine knappe Minute auf mich. Ich belegte hinter dem Portugiesen Sergio Dias und dem wiedergenesenen Florian Lussy den 3. Rang in einer soliden Zeit von 33:10.

Grosser Dank geht ans Isostar-Team, welches ein tolles Weekend organisierte mit Abendessen auf der Älggi-Alp (Mittelpunkt der Schweiz) und einer Übernachtung in Sarnen. Und Gratulation an Vik und sein OK, die einen tollen Laufevent aus dem Boden stampften.

Quelle der Fotos:
Bildergalerie vom Switzerland Marathon light
Facebook-Profil von Dario Cologna


11.08.2014

Saison- resp. Trainingspause

Nach zwei Abstechern auf kürzere Distanzen in Rapperswil-Jona und Langenthal zum Saisonabschluss, gönne ich mir nun eine zweiwöchige Trainingspause. Dadurch soll sich der Körper physisch (und auch psychisch) einmal total erholen können, bevor ich dann langsam mit dem Trainingsaufbau für die Cross-EM Qualifikation beginne.

Nun wünsche ich euch allen eine tolle Leichtathletik-EM in Zürich! Ich werde täglich als Zuschauer im und ums Letzigrund-Stadion anzutreffen sein. :-)


29.07.2014

SCHWEIZERMEISTER!

Frauenfeld, Sportanlage Kleine Allmend, 26.07.2014, Leichtathletik Schweizermeisterschaften (SM), 20:20 Uhr Ortszeit, Regen, 18°C, Start des 5000m-Rennes der Männer, Anspannung pur!

Gleicher Ort, gleiche Bedingungen, eine knappe Viertelstunde später, Zieleinlauf des 5000m-Rennens der Männer, Erleichterung pur!

Durch die Absagen von meinem Vereinskollegen Rolf Rüfenacht und dem Titelverteidiger Adriano Engelhart ging ich als Favorit an den Start. Ich wollte mir unbedingt meinen ersten Schweizermeistertitel bei der Elite sichern und machte mir dementsprechend selber ziemlich viel Druck. Als wir dann auf die zwölfeinhalb Runden geschickt wurden, war ich froh, dass sogleich die drei Ausländer, die noch am Start waren, das Zepter übernahmen und für ein Meisterschaftsrennen ein relativ hohes Tempo anschlugen. So musste ich nicht lange taktieren, sondern konnte mich in den vorderen Positionen einreihen und schön mitlaufen. Bei 3000m war die Durchgangszeit ca. 8:45 (nach konstanten 1000m-Zeiten in rund 2:55), und ich schob mich langsam an die Spitze, um mit einer stetigen Tempoverschärfung die restlichen Schweizer in der Spitzengruppe noch abzuschütteln. Dies gelang mir, und so bogen der Äthiopier Tolossa Chengere und ich alleine auf die letzte Runde ein. Leider hatte ich seinem Angriff 300m vor dem Ziel nichts mehr entgegenzusetzen und lief als Zweiter ins Ziel. Dies war mir im Moment jedoch ziemlich egal, da ich als erster Schweizer die Ziellinie überquerte und somit den Titel gewann! :-) An dieser Stelle noch herzliche Gratulation an Oliver Rubén und an meinen Mitbewohner Chrigi Gmür, die sich Silber resp. Bronze sicherten.

Nachdem ich auch in der Hitze von Heusden (noch fast 30°C um 22:00 Uhr) eine Woche zuvor mit 14:19,33 deutlich nicht an meine persönliche Bestzeit (14:03,82) aus dem Vorjahr herankam, ist der Schweizermeistertitel natürlich eine grosse Genugtuung.

Einige Fotos von der SM könnt ihr unter dem Text ansehen und hier noch andere mediale Eindrücke/Reaktionen:

Video vom Rennen
Interview auf Radiofr
Interview auf Schelbiradio
Bericht in den Freiburger Nachrichten
Bericht in La Libérté


16.07.2014

Bern - Riga - St. Moritz - Heusden - St. Moritz - Frauenfeld - Bern

Vom Abenteuer Team-EM in Riga/LAT ging es für mich direkt ins Höhentrainingslager nach St. Moritz. Da bin ich nun seit gut drei Wochen daran die zweite Saisonhälfte vorzubereiten. Nachdem ich die Müdigkeit von der Reise und der Akklimatisation an die Höhe überwunden hatte, konnte ich doch einige zufriedenstellende Trainings absolvieren und freue mich jetzt auf das bevorstehende 5000m-Rennen diesen Samstag in Heusden/BEL, wo ich letztes Jahr meine immer noch gültige persönliche Bestzeit von 14:03,82 lief. Anschliessend geht es für mich noch einmal eine Woche nach St. Moritz, bevor ich dann direkt an die Schweizermeisterschaften in Frauenfeld anreise und definitiv ins Flachland zurückkehre.

Hier ein Artikel, der am 12.07.2014 in den Freiburger Nachrichten erschienen ist und meine Chancen einer Teilnahme an den Europameisterschaften in Zürich sehr gut erläutert:

Die EM im eigenen Land, dieses Ziel setzte sich auch Andreas Kempf (TSV Düdingen). «Theoretisch habe ich noch eine Chance, aber es wird sehr schwierig», sagt der Schweizer Vize-Meister über die 5000-Meter-Distanz. Die Limite liegt bei 13:40 Minuten. Die Saisonbestleistung von Kempf liegt bei 14:10 Minuten und damit sieben Sekunden über seiner persönlichen Bestleistung (PB). Momentan weilt Kempf im Höhentraining in St. Moritz. «Von dort geht es direkt ans Meeting vom 19. Juli im belgischen Heusden-Zolder.» Vor einem Jahr lief er an gleicher Stelle seine PB. «Ich werde versuchen, eine gute Zeit zu laufen. 13:40 ist aber nicht realistisch.»

Als Gastgeber hat die Schweiz in jeder Disziplin einen Quotenplatz zur Verfügung, sollte sich kein Athlet über die Limite qualifizieren. Doch mit einer Selektion über diesen Umweg rechnet Kempf nicht. «Im Selektionskonzept des Verbandes steht, dass davon grundsätzlich nicht Gebrauch gemacht wird.» Er sei sich darüber im Klaren gewesen, dass eine Qualifikation extrem schwierig werden würde. «Dies umso mehr, als ich bereits im Vorjahr eine markante Leistungssteigerung verzeichnen konnte.» Er habe zwar noch mehr ins Training investiert, aber er sei an einem Punkt, an dem sein Körper diesen Aufwand noch nicht umsetzen könne. Die Enttäuschung bei einem definitiven Scheitern halte sich deshalb in Grenzen. «Es kommen weitere Herausforderungen auf mich zu, wie die Universiade im nächsten Jahr oder die nächste EM.» Kurzfristig will sich Kempf am 27. Juli den Schweizer Meistertitel über die 5000 Meter holen.

Text: Frank Stettler

Einige Fotos aus dem wunderschönen Engadin seht ihr hier: