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10.09.2017

Marathon-Debüt steht vor der Tür

Zum Abschluss des vierwöchigen Trainingslagers im Engadin und als letzter harter Test vor dem Berlin-Marathon startete ich am SWITZERLAND MARATHON light (21,1 km) in Sarnen. Mit einer gewissen Müdigkeit in den Beinen bekundete ich zu Beginn ein bisschen Mühe den Tritt zu finden. Glücklicherweise fand ich Unterschlupf in der Verfolgergruppe mit Fabian Kuert und Geronimo von Wartburg, welche beide in Berlin auch die EM-Limite für das nächste Jahr angreifen wollen. Vorne setzten sich schnell zwei Äthiopier und mein ehemaliger Mitbewohner Adrian Lehmann ab, welche einen enorm hohen Rhythmus anschlugen. Ab Rennhälfte lief es mir langsam besser, und ich übernahm auch häufiger die Führungsarbeit in unserer Gruppe. Doch mit dem besseren Gefühl in den Beinen ging ein flaues Gefühl im Magen einher, was dazu führte, dass ich bei Kilometer 16 einen kurzen WC-Halt einlegen musste. Somit verlor ich natürlich den Anschluss an die Gruppe und die Chance auf eine gute Endzeit. Trotzdem beendete ich das Rennen noch auf dem 6. Rang und mit der Gewissheit, dass ich für Berlin bereit bin. Denn im erholten Zustand, auf einer flachen Strecke und ohne Komplikationen unterwegs könnte ich viel schneller laufen.

Nun verbleiben noch zwei Wochen bis zu meinem Marathon-Debüt. Mit Zuversicht und Respekt blicke ich meinem Start in der deutschen Hauptstadt entgegen. Ich konnte alle nötigen Trainingseinheiten, insbesondere die Longruns, ohne Beschwerden absolvieren, fühle mich bereit und habe sehr gute Erinnerungen an Berlin. Trotzdem bleibt beim (ersten) Marathon unklar, wie der Körper auf die Tappering-Phase, die Renndistanz, die Verpflegung, die Wetterbedingungen usw. reagieren wird. Dennoch werde ich versuchen, die EM-Limite (2:19:30) und den Freiburger Rekord (2:19:35) im ersten Anlauf zu unterbieten. Drückt mir die Daumen und schaut euch das Spektakel Berlin-Marathon live vor Ort oder ab 9:00 Uhr auf ARD an!

Foto: alphafoto.com


20.08.2017

(Unter-)Engadiner Sommerlauf

Anstatt „nur“ zu trainieren, nutzten Marcel Berni und ich die Gelegenheit, hier im Engadin bei schönstem Wetter an zwei Wettkämpfen teilzunehmen. Der Unterengadiner Sommerlauf (16 km) in Scuol sowie der Engadiner Sommerlauf (25 km) von Sils-Maria nach Samedan passten als harte Trainingseinheiten hervorragend in unser Programm. In Scuol galt es über Stock und Stein einige Höhenmeter zu bewältigen, während beim Engadiner Sommerlauf ein richtiger Tempodauerlauf in der prächtigen Landschaft des Oberengadins absolviert werden konnte. Bei beiden Läufen mussten wir starken Afrikanern den Vortritt lassen, wobei ich den Sieger des Unterengadiner Sommerlaufs auf dem letzten Kilometer in Samedan überspurten konnte. Zur Erholung gab es in Scuol sowie in Samedan jeweils am Nachmittag nach dem Lauf ein Besuch im örtlichen Thermalbad.

Fotos: alphafoto.com


18.08.2017

Halbzeit auf dem Berninapass

Gemeinsam mit Marcel Berni verbringe ich zur Vorbereitung des Berlin-Marathons vier Wochen auf dem Berninapass im Ospizio Bernina auf 2309 Meter über Meer. Die Hälfte dieses Höhentrainingslagers ist nun schon vorüber, und alles läuft bis jetzt wie gewünscht. Wir haben uns gut an die Höhe akklimatisiert, werden fein verköstigt und können sowohl oben auf dem Pass um den Lago Bianco wie auch unten in St. Moritz, Samedan oder Poschiavo ausgezeichnet trainieren. Anstatt noch viele Worte zu verlieren, lasse ich lieber Bilder aus dem wunderschönen Engadin sprechen:


01.08.2017

Grosse Ehre

Heute Mittag hatte ich bei der Bundesfeier in Heitenried die grosse Ehre, die 1.-August-Ansprache halten zu dürfen. Bei schönstem Wetter und einer tollen Kulisse beim Schloss, welches seit 1880 als Primarschulhaus verwendet wird, erzählte ich den anwesenden Einwohnern meiner Gemeinde vom Team-Erfolg im Halbmarathon an den Europameisterschaften letztes Jahr in Amsterdam. Ich möchte mich an dieser Stelle bei der Gemeinde Heitenried und dem TSV Heitenried für die Organisation dieser gelungenen Feier und dem Vertrauen mir gegenüber herzlich bedanken.

Fotos: Bruno Werthmüller


24.07.2017

Kempfs Freude über Bronze

Während sich Pascal Mancini über seine zwei Silbermedaillen nicht richtig freuen konnte, war Andreas Kempf (TSV Düdingen) nach dem Gewinn von Bronze über 5000 m «sehr zufrieden.» Der Schweizer Meister 2014 überquerte die Ziellinie als Dritter, in 14:26,76 Minuten büsste er 51 Hundertstelsekunden auf Silber und Luca Noti (ST Bern) ein. Gold ging an Jonas Raess (LC Regensdorf) in 14:22,88. «Angesichts des Verlaufs der bisherigen Saison und der guten Konkurrenz bin ich über Bronze sehr glücklich. In den letzten Monaten gab es mit Uni-Prüfungen, Wohnungsumzug und Krankheit einige Sachen, die sich negativ auf meinen Trainingsumfang ausgewirkt haben. So konnte ich dieses Jahr über 5000 m keine grossen Stricke zerreissen.»

Zu den Schweizer Meisterschaften trat der Heitenrieder nur mir der viertbesten national gelaufenen Zeit (14:12,89) an. «Niemand erwartete von mir eine Medaille. Es war eine sehr interessante Ausgangslage, für einmal ohne äusseren Druck antreten zu können.» Der Finallauf war geprägt von zahlreichen Führungswechseln, wobei auch Kempf gelegentlich an der Spitze lief. «Ich habe versucht, das Rennen nicht einschlafen zu lassen. Ich wusste, dass es einige sehr endschnelle Läufer im Feld hat, gegen die ich im Spurt chancenlos geblieben wäre. Einen Kilometer vor Schluss habe ich deswegen angegriffen.» Kemps Tempoverschärfung konnten nur Noti und Raess folgen, im Gleichschritt nahm das Trio die letzte Runde in Angriff. «150 Meter vor dem Ziel lag ich an zweiter Stelle, auf den letzten Metern musste ich mich aber noch überholen lassen. Mit Platz drei bin ich aber zufrieden.»

Nun richtet Andreas Kempf seinen Fokus auf die Saison 2018 aus. Am 24. September will er den Berlin-Marathon laufen und dabei die Limite für die EM 2018 in Berlin unterbieten. Auch über 5000 m und 10 000 m peilt der 29-Jährige eine Teilnahme an den Europameisterschaften an. «Für nächstes Jahr habe ich drei Gelegenheiten, mich zu qualifizieren. Ab 2019 möchte ich mich dann aber auf den Marathon fokussieren.»

Für den Sensler geht es beim Berlin-Marathon auch darum, erste Erfahrungen über die 42 Kilometer zu gewinnen. Als Vorbereitung absolviert Kempf im August ein vierwöchiges Trainingslager auf dem Berninapass (2235 m ü. M.). «Da trainieren wir rund 400 Meter höher als in St. Moritz, wo wir in den letzten Jahren jeweils unser Sommertraining durchgeführt haben. Ich hoffe, dass sich das positiv auswirkt auf mein Leistungsvermögen.»

Text: Freiburger Nachrichten vom 24.07.2017

Fotos: athletix.ch

Video vom Rennen: UBS Athletics Fan Corner

Video von der Siegerehrung: UBS Athletics Fan Corner