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14.05.2017

Premieren für Kempf und Giudice

Andreas Kempf wurde im Männerrennen des Altstadt-GP seiner Favoritenrolle gerecht. Bei den Frauen lief die 15-jährige Laura Giudice erstmals bei den Erwachsenen auf ein Podest.

Andreas Kempf bedeutete der erste Erfolg im Altstadt-GP viel. «Läufer wie Christian Belz und Philippe Bandi figurieren in der Siegerliste dieses Rennens», sagte der Freiburger, der am Dienstag 29 Jahre alt wird. In diesem Jahr war Kempf als Favorit über die 4.7 km gestartet.

«Ich bin mir bewusst, dass das Feld nicht so stark besetzt war», gab er zu. Mit Triathlet Florin Salvisberg verzichtete ein starker Konkurrent kurzfristig auf den Start. Auch Orientierungsläufer wie etwa Matthias Kyburz fehlten diesmal, weil der Altstadt-GP nicht in ihren Wettkampfkalender passten.

Kempf wurde erst vom Eritreer Sium Zerehannes (TV Olten) und Binyam Furui (ST Bern) begleitet. Mit letzterem hatte er kürzlich ein Bahntraining absolviert. «Ich wusste, dass er ein guter Athlet ist, ich aber eigentlich besser bin», sagte der Sieger. Beim Zytglogge setzte sich Kempf ab und lief einem ungefährdeten Sieg entgegen. Mit der Zeit von 14:22 Minuten war er nicht vollumfänglich zufrieden. «Ich musste lange alleine laufen», gab er zu bedenken.

In zwei Wochen will Kempf in einem 5000-m-Rennen in Oordegem (BEL) seine persönliche Bestzeit von 14:02 Minuten unterbieten. Im weiteren Saisonverlauf hat er den Freiburger Kantonalrekord von Rolf Rüfenacht über diese Strecke (13:55) im Visier.

Kempfs Fokus richtet sich auch bereits auf die Saison 2018 und die EM in Berlin. Noch ist nicht klar, ob er sich über 5000 m, 10`000 m oder gar im Marathon dafür qualifizieren will. «Im Herbst will ich einen ersten Marathon laufen. So könnte ich abschätzen, ob ich längerfristig auf diese Strecke setzen möchte», sagt der WG-Partner des Spitzenläufers Adrian Lehmann.

Als dieser im April für drei Wochen zu Trainingszwecken verreist war, übernachtete Kempf in dessen Zimmer. In diesem lässt sich dank eines Generators der Sauerstoffgehalt auf ein Niveau absenken, das in der Natur auf 2500 m herrscht. Kempf absolvierte so in Liebefeld ein dreiwöchiges «Höhentrainingslager», ohne verreisen zu müssen.

Text: Berner Zeitung vom 14.05.2017

Fotos: Andreas Blatter

Videobeitrag: TeleBärn


25.04.2017

Gelungener Test am Sensler Frühlingslauf

Text LAT Sense: Der Europameister schlägt zu!

Andreas Kempf gewinnt in überlegener Manier den 4. Sensler Frühlingslauf. Nachdem er auf der ersten Runde noch etwas taktisch lief, drehte er auf der zweiten Runde auf und konnte Adrian Jenny und Jari Piller problemlos auf die Plätze verweisen. Nachdem er sich anfangs Jahr gleich zweimal als Vize-Schweizermeister küren lassen konnte, musste er aufgrund einer Viruserkrankung kurzzeitig den Trainingsumfang reduzieren. Dies hinderte ihn aber nicht daran, beim Sensler Frühlingslauf in alter Stärke zurückzukehren und locker zu gewinnen.

Freiburger Nachrichten: An der vierten Ausgabe des Sensler Frühlingslaufs siegten Andreas Kempf und Regula Zahno überlegen. Insgesamt 723 Läuferinnen und Läufer nahmen am vom LAT Sense organisierten Wettkampf teil.

Nach der ersten Runde der insgesamt 12,6 Kilometer langen Laufstrecke des Sensler Frühlingslaufs, der am Samstag in Tafers stattgefunden hat, liefen Andreas Kempf (TSV Düdingen), Adrian Jenny (Team Mahu) und Jari Piller (TSV Düdingen) noch nahe beieinander. «Kempf sollte eigentlich einen schnelleren Rhythmus rennen können», kommentierte der Speaker. Bei diesen Worten zog der Vorjahressieger Kempf sofort von dannen – auch wenn er später im Ziel sagte, er habe den Kommentar gar nicht gehört.

Am Ende war Andreas Kempf mit 42:22 Minuten fast eine Minute schneller als Jenny, der in der Kategorie M30 siegte. Jari Piller, nach Kempf Zweiter bei den M20, hatte einen Rückstand von 1:34 Minuten. Erstaunlich ist Kempfs Sieg nicht, da er deutlich mehr in den Laufsport investiert als Jenny und Piller. «Ich kann umfangreicher trainieren und habe mehr Zeit für die Erholung», sagte Kempf. Dennoch war der erfolgreiche Lauf am Samstag für ihn nicht selbstverständlich: Aufgrund eines Virus war er drei Wochen lang krank gewesen und hatte gar nicht trainieren können. «Ich bin jetzt seit drei Wochen wieder im Training, der Test heute ist gelungen.» Als Nächstes steht bei Kempf der Altstadt-GP in Bern an, anschliessend möchte er den Freiburger Rekord über 5000 Meter auf der Bahn von Rolf Rüfenacht knacken. «Wegen des Virus muss ich jetzt vielleicht etwas zurückbuchstabieren.»


22.04.2017

Liebefeld, 2500 m ü. M.

Seit Ostersonntag verbringe ich die Nacht und, sofern es der Terminplan zulässt, auch einige Stunden am Tag im Zimmer von meinem Mitbewohner Adrian Lehmann, welches temporär zu einem Höhenzimmer umfunktioniert werden kann. Da Ädu zu Trainingslagerzwecken drei Wochen verreist ist, kann ich ohne ihn zu stören einen dreiwöchigen Höhenblock bei uns in der BigFriends-Läufer-WG absolvieren. Der Sauerstoffgehalt im Zimmer entspricht ungefähr der Höhe von 2500 Metern über Meer.

Bereits letzten Herbst durfte ich in Magglingen Erfahrungen mit einem Aufenthalt in einem Höhenzimmer sammeln. In den Freiburger Nachrichten wurde der Vorteil damals folgendermassen erklärt: Dank dem Spezialzimmer trainierte Kempf in den letzten Wochen nach der etablierten Höhentrainingsmethode «live high – train low». «Dadurch hat man auf der einen Seite den Effekt der Höhe, kann aber auf der anderen Seite auch von der höheren Qualität des Trainings im Flachland profitieren», hält der Läufer fest. Anders als in den Bergen müsse das Training nicht angepasst werden, und auch der Pulswert bleibe in denselben Bereichen wie sonst.

Morgen werde ich nun am Sensler Frühlingslauf einen ersten Test unter Wettkampfbedingungen absolvieren. Die Wetterprognosen sind gut, und ich freue mich, wieder einmal an meiner alten Trainingsstätte in Tafers zu laufen!


14.04.2017

Jubiläums-Trainingslager des TSV Düdingen

Wie jeden Frühling in den letzten 25 Jahren (!) fährt mein Verein, der TSV Düdingen, für einige Tage nach Naters ins Trainingslager. Immer im gastfreundlichen Hotel Olympica untergebracht, erfreuen sich alle einem riesigen Sport- und Essensangebot.

Dieses Jahr konnte ich aufgrund meiner Planung auch wieder einmal dabei sein. Zudem war ich nach der überstandenen Krankheit froh, mich eine knappe Woche vollständig auf das Aufbautraining und die Erholung konzentrieren zu können. Gemeinsam mit Jari Piller absolvierte ich alle Trainings bei prächtigstem Wetter. Mit jedem Tag fühlt sich das Laufen wieder besser an, und auch zwei Belastungstrainings konnten einigermassen zufriedenstellend bewältigt werden.

Nun heisst es für mich morgen zurück ins Liebefeld reisen, wo ich ab Ostermontag im Zimmer von Adrian Lehmann, welches zu einem Höhenzimmer umfunktioniert werden kann, auf simulierten 2500 Meter über Meer die nächsten drei Wochen übernachten werde. Doch dazu in einem nächsten Homepage-Beitrag mehr…


02.04.2017

Virus-Erkrankung überstanden

Aufgrund einer Virus-Erkrankung, einhergehend mit Fieber, Müdigkeit und Lustlosigkeit, musste ich die letzten zweieinhalb Wochen gänzlich auf sportliche Betätigung verzichten. Diese Zeit war nicht einfach für mich. Eigentlich erfreute ich mich einer sehr guten Form nach dem Trainingslager in Kenia, was ich mit den beiden Vizeschweizermeistertiteln in der Halle und im Cross unter Beweis stellen konnte. Nur allzu gerne wäre ich deshalb an der 10-Kilometer-Schweizermeisterschaft in Oensingen, am Heitenriederlauf sowie an den Iberischen Meisterschaften in Huelva/ESP über 10‘000 Meter am Start gestanden. Doch anstatt diese Rennen zu laufen, musste ich auf ärztliche Anordnung meinem Körper fiel Ruhe und Schlaf gönnen. Das Schlimmste ist nun überstanden, und ich kann wieder moderat trainieren. Hoffentlich kommt meine Form bald wieder, damit ich auch wieder erfolgreich Wettkämpfe in Angriff nehmen kann!